Verbrechensbekämpfung als Gewinnspiel
Datenschützer sind entsetzt: Eine britische Firma plant, Hobby-Spione am heimischen PC Bilder privater Überwachungskameras auswerten zu lassen. Wer einen Dieb auf frischer Tat erwischt, dem winkt eine Belohnung.
Kein Land der Welt setzt beim Kampf gegen Kriminalität so sehr auf die flächendeckende Videoüberwachung von Straßen, Plätzen und Kaufhäusern wie Großbritannien. Auf 14 Bürger kommt eine Kamera, jeder Brite wird im Schnitt 30 Mal am Tag gefilmt. Doch die meisten Bilder schaut sich niemals jemand an, weshalb Straftaten unentdeckt bleiben. Diesen Umstand will die neu gegründete
Firma Internet Eyes zur Grundlage eines Gewinnspiels machen. Überwachungsbilder sollen künftig von Internetnutzern ausgewertet werden. Sobald die etwas Verdächtiges entdecken, melden sie es dem Aufsteller der Kamera. Anmelden kann sich jeder EU-Bürger. Die Registrierung ist kostenlos. Anschließend bekommen die Online-Detektive per Livestream Zugang zu den Bildern von Kameras, die in Geschäften installiert sind.
Strafpunkte bei Fehlalarm
Sobald jemand eine Straftat entdeckt, kann er den Besitzer alarmieren. Allerdings muss er sich beeilen, denn nur wer als Erster eine Tat meldet, bekommt Punkte gut geschrieben. Einen, wenn er eine verdächtige Situation entdeckt hat, drei, falls er einen Dieb oder Vandalen auf frischer Tat ertappt. Für Fehlalarme gibt es Abzüge. Wer am Ende eines Monats die meisten Straftaten gemeldet hat, soll 1000 Pfund als Gewinn erhalten. Um Missbrauch einzudämmen, soll gesperrt werden, wer wiederholt fälschlicherweise eine Straftat meldet. Außerdem darf jeder virtuelle Ladendetektiv den Alarmknopf nur drei Mal im Monat drücken. Es sei denn, er kauft bei Internet Eyes zusätzliche - für jeweils ein 1 Pfund. Gegner der Videoüberwachung fürchten, Großbritannien werde nunmehr vollkommen zu einem "Schnüffelparadies". James Woodward, der Gründer von Internet Eyes, argumentiert dagegen, er habe nur einen seriösen Weg gesucht, effektive Kriminalitätsbekämpfung mit der Aussicht auf einen Geldgewinn zu verknüpfen. Ob Woodwards Idee tatsächlich hilft, Einbrüche, Vandalismus und Ladendiebstähle zu verringern, wird sich ab November zeigen. Dann startet ein erster Test im englischen Stratford-upon-Avon, wie Internet Eyes auf seiner Homepage mitteilte.
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Was ist euere Meinung? Ich freue mich über Kommentare...
Ich finde, es ja übertireben, das jeder alles sehen kann...
Kein Land der Welt setzt beim Kampf gegen Kriminalität so sehr auf die flächendeckende Videoüberwachung von Straßen, Plätzen und Kaufhäusern wie Großbritannien. Auf 14 Bürger kommt eine Kamera, jeder Brite wird im Schnitt 30 Mal am Tag gefilmt. Doch die meisten Bilder schaut sich niemals jemand an, weshalb Straftaten unentdeckt bleiben. Diesen Umstand will die neu gegründete
Firma Internet Eyes zur Grundlage eines Gewinnspiels machen. Überwachungsbilder sollen künftig von Internetnutzern ausgewertet werden. Sobald die etwas Verdächtiges entdecken, melden sie es dem Aufsteller der Kamera. Anmelden kann sich jeder EU-Bürger. Die Registrierung ist kostenlos. Anschließend bekommen die Online-Detektive per Livestream Zugang zu den Bildern von Kameras, die in Geschäften installiert sind.
Strafpunkte bei Fehlalarm
Sobald jemand eine Straftat entdeckt, kann er den Besitzer alarmieren. Allerdings muss er sich beeilen, denn nur wer als Erster eine Tat meldet, bekommt Punkte gut geschrieben. Einen, wenn er eine verdächtige Situation entdeckt hat, drei, falls er einen Dieb oder Vandalen auf frischer Tat ertappt. Für Fehlalarme gibt es Abzüge. Wer am Ende eines Monats die meisten Straftaten gemeldet hat, soll 1000 Pfund als Gewinn erhalten. Um Missbrauch einzudämmen, soll gesperrt werden, wer wiederholt fälschlicherweise eine Straftat meldet. Außerdem darf jeder virtuelle Ladendetektiv den Alarmknopf nur drei Mal im Monat drücken. Es sei denn, er kauft bei Internet Eyes zusätzliche - für jeweils ein 1 Pfund. Gegner der Videoüberwachung fürchten, Großbritannien werde nunmehr vollkommen zu einem "Schnüffelparadies". James Woodward, der Gründer von Internet Eyes, argumentiert dagegen, er habe nur einen seriösen Weg gesucht, effektive Kriminalitätsbekämpfung mit der Aussicht auf einen Geldgewinn zu verknüpfen. Ob Woodwards Idee tatsächlich hilft, Einbrüche, Vandalismus und Ladendiebstähle zu verringern, wird sich ab November zeigen. Dann startet ein erster Test im englischen Stratford-upon-Avon, wie Internet Eyes auf seiner Homepage mitteilte.
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littlemrsSunshine - 13. Sep, 10:42
